Sehr gut besucht: der traditionelle Tanztee am 1. März
Pünktlich zum meteorologischen Frühlingsbeginn öffneten sich im PRISMA am Nachmittag des 1. März die Tore für den nah und fern beliebten Tanztee des ATC Freiberg. Schon eine Stunde vor dem offiziellen Beginn um 15 Uhr sicherten sich viele Besucher ihren Platz an den mit bunten Blumen dekorierten Tischen und versorgten sich mit Kaffee und feinen selbst gebackenen Kuchen bzw. Torten. So gestärkt konnten sie dann gleich zum Eröffnungstanz, einer Samba, das großzügige Parkett stürmen. Drei Stunden lang legten Roland Koch, der 1. Vorsitzende des ATC Freiberg, und seine Frau Anne dann von Walzer über Slow Fox und Cha-Cha-Cha bis hin zu Tango Argentino, Discofox und Salsa die passende Musik für jeden Geschmack auf.



Große Ehre: die Verdienstnadel des TBW in Gold
Eine große Überraschung erlebte Roland Koch in der Pause: In Vertretung für den Präsidenten des Tanzsportverbands Baden-Württemberg überreichte ihm Dominik Flaig die Verdienstnadel in Gold für 40 Jahre Mitgliedschaft und 30 Jahre Vorstand im ATC. In seiner Rede erinnerte Flaig daran, dass es Roland Koch war, der den traditionellen Tanztee ins Leben gerufen hatte, und dankte auch Anne Koch – die beiden sind das erfolgreichste Turnierpaar des Vereins – für ihren unermüdlichen Einsatz. Das Publikum quittierte die Ehrung mit einem kräftigen Applaus und am Ende des kurzweiligen Nachmittags machten sich alle beschwingt auf den Heimweg – mit der festen Absicht, sich die Veranstaltung auch im nächsten Jahr nicht entgehen zu lassen!


Interessierte Tänzer/-innen, die dieses schöne Hobby regelmäßig pflegen und ihre Kenntnisse auffrischen und erweitern möchten, sind herzlich willkommen, unverbindlich freitagabends (nicht an Karfreitag) beim Paartanztraining (ab 19 Uhr) und beim Linedance-Training (ab 17 Uhr) ganz unverbindlich reinzuschnuppern:
Ort: Musiksaal der Flattichschule in Freiberg/Beihingen, Mühlstraße 40
Workshop Tango Argentino - aufs Fühlen kommt es an
Am 22. November versammelten sich mehrere ATC-Paare im Musiksaal der Freiberger Flattichschule zu einem tänzerischen Ausflug ins Ursprungsland des Tango Argentino. Unser Trainerpaar Ruth und Kersten Schagemann ist schon seit Jahren in der Tango-Argentino-Szene bekannt und unterrichtet den eleganten Tanz beim Tanzkreis Weilimdorf.
In dem gut dreistündigen Workshop zeigten sie uns zunächst die Grundstruktur des Tanzes und stellten schnell fest, dass die ATC-Tänzer/-innen sie sofort gut umsetzen konnten. Kein Wunder, hatte das Ehepaar doch schon 2019 einen Workshop bei uns geleitet und kann seither mittwochabends beim freien Training auch Tango Argentino geübt werden.
Anders als beim Standard-Tango, der hierzulande unterrichtet wird, gibt es beim Argentino keine festgelegte Schrittfolge, sondern bewegen sich die Paare ganz frei und individuell. Es gibt keine festgelegten Choreografien und Figuren, sondern im Wesentlichen nur den 6er-Grundschritt, den Open Step sowie „Verzierungen“ wie z. B. den Ocho vorwärts und rückwärts, den die Frau in Form einer liegenden Acht tanzt. Alles andere ist freie Improvisation.
Bei jeder Bewegung von Kersten und Ruth Schagemann spürt man die innige Verbundenheit und welche Rolle der Körperkontakt spielt - wie Kersten augenzwinkernd sagte, ist dieser seine Motivation, weshalb er überhaupt Tango Argentino tanzt. Tatsächlich basiert der Tanz auf dem Spüren der Körpersignale: Der Herr führt und signalisiert der Dame zunächst durch eine Standbeinverlagerung, in welche Richtung er sich bewegen möchte, die Dame folgt ihm Sekundenbruchteile später. Aus seinen Schultern heraus lädt er sie dann durch kurze Impulse ein, eigene Verzierungen zu tanzen, selbstständig und in ihrem eigenen Tempo - denn die Dame ist dem Herrn ebenbürtig und nicht abhängig von ihm.
Kersten erklärte uns, dass wir nicht sklavisch dem Takt der Musik folgen müssen, sondern auch schneller oder langsamer tanzen können. Es gibt kein richtig oder falsch, wie man die Musik in Bewegung umsetzt. Und ganz wichtig: nicht hektisch werden, nicht verspannen und einfach Freude am Tanzen haben!
Da Tango Argentino ein freier Improvisationstanz ist, können ihn Tänzerinnen und Tänzer überall auf der Welt mit wildfremden Personen tanzen, man muss sich nur aufeinander einlassen. Gegen Ende des Workshops holte Ruth deshalb auch einen Herrn nach dem anderen zu einem kurzen Tango auf die Tanzfläche. Und zum Abschluss gab es großen Applaus, als das Trainerpaar noch einmal alles zeigte, was wir gelernt haben.
Mit einem Blumenstrauß und einer Flasche Wein dankte der 1. Vorsitzende Roland Koch den Schagemanns für den inspirierenden Nachmittag und sie versprachen, gern einmal wieder einen Workshop beim ATC zu halten, was natürlich begeistert aufgenommen wurde. So werden wir mittwochs weiterhin üben und freuen uns schon auf den nächsten Workshop mit dem sympathischen Paar!
Angelika Lenz


Götter, Fürstbischöfe und der älteste Wein der Welt
Am letzten Samstag des Augusts führte uns unser diesjähriger Clubausflug ins Fränkische. Am Busbahnhof Freiberg enterte um 8 Uhr morgens eine gut gelaunte Tänzerschar aus den verschiedenen Paartanz- und Linedance-Gruppen den modernen roten Bus. Über die Autobahn ging es zum ersten Ziel Veitshöchheim. Dort gab es am Main erst einmal die traditionelle Stärkung mit Sekt und Butterbrezeln, bevor wir zum barocken Lustschlösschen der Würzburger Fürstbischöfe spazierten.
In zwei Gruppen wurden wir von zwei Führerinnen durch den üppig mit Blumen geschmückten Barockgarten zum eigentlichen Ziel geleitet: dem Rokokogarten des Fürstbischofs Adam Friedrich von Seinsheim. Hier bekamen wir viel über griechische Götter und Naturwesen erzählt, deren Statuen am Wegesrand stehen. Wir entdeckten ein Heckentheater, ein Grottenhaus, eine Lindenallee und ein großes Rondell, auf dem ein paar von uns einen kleinen Kontratanz wie zur Zeit des Rokoko ausprobieren durften. Der Weg durch den Garten und um den großen See herum soll die Lebensbahn des Menschen symbolisieren.
In Würzburg flanierten wir über die pittoreske Mainbrücke in die Altstadt, wo wir in kleineren Gruppen die Sehenswürdigkeiten wie den Dom St. Kilian besichtigten oder auch eine Rast im Café einlegten. Nach anderthalb Stunden kamen alle wieder am Frankonia-Brunnen vor der Residenz zu einer Führung durch den Staatlichen Hofkeller zusammen. Über steile Treppen stiegen wir in die gigantische Unterwelt mit sieben verschiedenen Kellern hinunter. Dass unsere geplante Führung ausfiel und wir den Keller stattdessen zusammen mit einer anderen Gruppe besichtigten, war nicht zu unserem Schaden, bekamen wir doch statt einem gleich zwei Gläser Weißwein zum Verkosten.
Der Hofkeller geht auf eine Schenkungsurkunde aus dem Jahr 1128 zurück und ist somit das älteste Weingut Deutschlands und noch dazu eines der vier größten. Während der launigen Führung erfuhren wir allerlei Wissenswertes und Anekdotisches, etwa dass die riesigen Beamtenweinfässer von 1784 den flüssigen Sold der Hofbediensteten enthielten. Oder die Geschichte des legendären Jahrtausendweins von 1540, den man 1631 in Flaschen vor den anrückenden Schweden im Wald vergrub und der 50 Jahre später zufällig wieder entdeckt wurde. Für ihn wurde das „Schwedenfass“ gebaut. Bei einer Weinprobe der vorletzten verbliebenen Flasche in London 1961 stellte man fest, dass der Wein nach 421 Jahren immer noch trinkbar war! Die allerletzte Flasche steht heute in der Schatzkammer des Weinguts Bürgerspital.
Letzte Station unseres Ausflugs war das idyllisch über dem Weinsberger Tal gelegene Restaurant Rappenhof. Mit Blick auf das Tal und die Burgruine Weibertreu ging ein wunderschöner Tag bei gutem Essen und guten Gesprächen zu Ende.
Herzlichen Dank Anne und Roland Koch für die Organisation sowie Sabine Mader für den Sektumtrunk!
Angelika Lenz





Genüsslich durchs Rohrbachtal
Nach der letztjährigen Wanderung des ATC Freiberg durchs Strümpfelbachtal, die den Teilnehmern mit fast 12 Kilometern durch teilweise unwegsames Terrain einiges an Kondition abverlangt hatte, entschied sich das Organisationsteam dieses Jahr für ein Kontrastprogramm: eine 7 km lange gemütliche „Genusswanderung“ durchs Rohrbachtal bei Oppenweiler.
Zwar war Regen vorhergesagt, doch davon ließen sich die 24 Wanderer aus den Paartanz- und Line-Dance-Gruppen des Tanzclubs am Sonntag, den 25. Mai nicht abschrecken. Pünktlich um 11 Uhr machte man sich vom Treffpunkt an der Vereinsgaststätte Rohrbachtal auf den Weg und schon bald hörte der Regen auf und zeigte sich immer wieder die Sonne zwischen den Wolken. Auf angenehmen Wegen und mit schönen Ausblicken führte die abwechslungsreiche Tour auch an den idyllisch gelegenen Heppseen vorbei und wenig später zu einer überdachten Schutzhütte, wo das mitgebrachte Vesper ausgepackt wurde. Von hier führte der Weg durch Wald und Wiesen und mit Blick auf die Burg Reichenberg - eine vollständig erhaltene romanische Burg aus dem 13. Jahrhundert - zurück zum Startpunkt. Die Einkehr in der Vereinsgaststätte Rohrbachtal bildete mit gutem Essen und angeregten Gesprächen den passenden Abschluss dieser Genuss-Wandertour, die ihrem Namen alle Ehre machte.


